Auslagern oder intern betreiben?
Im zweiten Schritt der Untersuchung geht es darum, Eigen- und Fremdleistungen zu ermitteln, um deren aktuelles Verhältnis herauszufinden und daraus mögliche Optimierungspotenziale abzuleiten. Hierzu wird ein Kriterienkatalog verwendet, der unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen, potenziellen Know-how-Verlust beim Auslagern von Kernkompetenzen sowie Kosten- und Produktivitätseffekte berücksichtigt. Weitere Elemente dieser Analysestufe bilden die Tiefe der Service Level, die Fähigkeiten externer Dienstleister sowie die damit verbundenen Risiken.
Virtualisierung und Anwendungsentwicklung
Wie sieht die Anwendungslandschaft im Einzelnen aus: Laufen Anwendungen auf zahlreichen Einzelsystemen oder sind sie auf wenige Plattformen zentralisiert? Der erste Fall führt zu einer Vielzahl an Schnittstellen und einem hohen Verwaltungsaufwand. Die Empfehlung der Berater dürfte in diesem Fall lauten, die verwendeten Plattformen zu konsolidieren.
Jedem mittelständischen Unternehmen stellt sich regelmäßig die Frage „Make or Buy?“, also danach, ob Standardsoftware eingekauft oder auf Eigenentwicklungen gesetzt werden soll. Jede Variante hat jeweils spezifische Vorzüge. Im Rahmen eines IT-Check-up liefert die Anwendungslandkarte eine wertvolle Entscheidungsunterstützung. Sie erlaubt einen schnellen und umfassenden Überblick über den Ist-Zustand und zeigt Risiken auf. Ergibt sich akuter Handlungsbedarf, unterbreiten die Berater konkrete Vorschläge. Ein Kriterienkatalog verdeutlicht, wo Standard- oder Individualsoftware zum Einsatz kommen sollte und inwieweit Teile der IT ausgelagert werden können – abhängig vom Know-how des Personals, von Kosten- und Produktivitätsvorteilen sowie rechtlichen Rahmenbedingungen.
Fazit
Eine solche unabhängige Untersuchung liefert allen Beteiligten im Unternehmen schnell fundierte Erkenntnisse, zeigt die aktuelle Situation und das Zusammenspiel aller Bereiche auf und gibt wertvolle Handlungsempfehlungen. Auf Grundlage des Soll-Ist-Vergleiches erfasst der Auftraggeber auf einen Blick, wo neben den „grünen Bereichen“ Differenzen auftreten.