Radiofrequenz-Identifikation - kurz RFID - ermöglicht es, Objekte per Funkübertragung berührungslos zu identifizieren und Informationen über Objekte zu lesen und zu speichern. In der Theorie bietet RFID mannigfaltige Potenziale: Immerhin planen ca. 30 Prozent der Unternehmen die Einführung von RFID, wie eine vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr im Dezember 2008 herausgegebene Studie zeigt. Dennoch schätzen viele kleine und mittlere Unternehmen oder auch Handwerksbetriebe die Technologie häufig noch als technisch zu komplex und zu teuer ein.
Auszeichnung
Ziel des Wettbewerbs ist es, ein innovatives Unternehmen aus dem Mittelstand auszuzeichnen, das erfolgreich eine RFID-Anwendung implementiert hat. Zugleich soll die Anwendung anderen Mittelständlern die Vorteile von RFID präsentieren. Der Gewinner wird innerhalb des Netzwerks Elektronischer Geschäftsverkehr als innovatives Unternehmen positioniert und kann die Ehrung zu eigenen Kommunikationszwecken einsetzen. Zum Preis gehört zudem ein Berlin-Besuch für drei Vertreter des Projektteams, der den Besuch des BMWi beinhaltet.
Die Preisverleihung findet am 10. Dezember 2009 in Stuttgart im Rahmen des 4. RFID-Symposiums durch das Bundeswirtschaftsministerium statt.
Hintergrund der Initiative
Initiiert wurde die Ausschreibung vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) in Kooperation mit einer Jury aus Vertretern des Bundeswirtschaftsministeriums, des Informationsforums RFID, des FTK - Forschungsinstitut für Telekommunikation, der GS1 Germany GmbH, der ORACLE Deutschland GmbH, der Siemens AG und der Universität Stuttgart. Der Wettbewerb findet im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projekts »RFID für kleine und mittlere Unternehmen« statt. Dieses wird von den regionalen NEG-Kompetenzzentren EC-Ruhr, dem vom Fraunhofer IAO geleiteten ECC-Stuttgart-Heilbronn sowie von eComm Brandenburg betreut.
Teilnahmebedingungen und Bewerbung
Die RFID-Anwendung muss im eigenen Unternehmen eingesetzt werden. Sie darf nicht älter als zwei Jahre sein. Auch darf die RFID-Anwendung bislang bei keinem anderen Wettbewerb prämiert worden sein.
Teilnahmeberechtigt sind in erster Linie kleine oder mittelgroße Unternehmen (KMU, Def. BMWi: bis 500 Mitarbeiter und/oder 50 Mio. EUR Umsatz), die ihren Unternehmenssitz in Deutschland haben und unabhängig, d.h. kein Tochterunternehmen sind. Mittelgroße Unternehmen, die über der Definition des BMWi liegen, können unter der Voraussetzung teilnehmen, dass sie höchstens 1.000 Mitarbeiter beschäftigen und/oder der Umsatz höchstens 100 Mio. EUR entspricht. Zudem sollte ihre RFID-Anwendung in besonderer Weise für KMU geeignet sein.
Die Ausschreibungsunterlagen können unter www.ec-ruhr.de/mittelstandspreis abgerufen werden. Der Einsendeschluss für die Einreichung der Bewerbungen ist der 15. Oktober 2009. Über den Sieger entscheidet die siebenköpfige Jury.
Die Jury
Die unabhängige Jury repräsentiert ein breites Spektrum und ein hohes Maß an Fachkompetenz. Jurymitglieder, deren Unternehmen an einer eingereichten Lösung beteiligt sind, müssen sich der Stimme enthalten.
Die Mitglieder sind:
- Ralf Franke (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)
- Prof. Dr. Michael ten Hompel (Informationsforum RFID e.V.)
- Monika Gatzke (FTK Forschungsinstitut für Telekommunikation)
- Prof. Dr. Karl-Heinz Wehking (Universität Stuttgart – Institut für Fördertechnik und Logistik IFT)
- Holger Klug (ORACLE Deutschland GmbH)
- Herbert Wegmann (Siemens AG)
- Jörg Pretzel (GS1 Germany GmbH)