Dienstleister öffentlicher Einrichtungen erleben Trends und Entwicklungen wie beispielsweise die Einführung der elektronischen Beschaffung direkt mit. Viele öffentliche Verwaltungen planen bereits Projekte in diesem Bereich. Die EU-Initiative EPROC untersucht die Anforderungen und Voraussetzungen dieser Entwicklung für mittelständische Unternehmen. Nutzen Sie die Gelegenheit, Anregungen einzubringen und erfahren Sie, welche Möglichkeiten die elektronische Beschaffung für Ihr Unternehmen bietet.
Regionale Wirtschaftsförderung in der Beschaffung
Öffentliche Einrichtungen schätzen mittelständische Unternehmen als Lieferanten. Dies zeigt eine breit angelegte Untersuchung der MFG Baden-Württemberg im Rahmen der EU-Initiative EPROC (Public Sector E-Procurement Project). Dabei werden die Chancen der elektronischen Beschaffung nicht allein in der Kostenersparnis gesehen. Beste Voraussetzungen also für mittelständische Unternehmen, die sich mit aktuellen Trends in der Beschaffung auseinandersetzen.
Das Ergebnis spricht für sich: 95 Prozent der Umfrageteilnehmer aus der kommunalen Verwaltung haben aktuell lokale kleine und mittelständische Unternehmen unter ihren Lieferanten. Für 63 Prozent machen diese Unternehmen sogar mehr als die Hälfte des Lieferantenstammes aus. Regionale Wirtschaftsförderung ist also durchaus ein Thema, dem viele Kommunalverwaltungen auch in Ihrer Beschaffungspolitik Rechnung tragen.
Zu den Herausforderungen von E-Procurement-Projekten zählt insbesondere die niedrige Akzeptanz seitens der möglichen Lieferanten. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Professionalisierung öffentlicher E-Procurement-Projekte stellt sich die Frage, wie sich diese neuen Strukturen auf regionale Unternehmen auswirken. Welche Anforderungen stellen sich für kleine und mittelständische Unternehmen als potenzielle Lieferanten? Und wie können öffentliche Einrichtungen den besonderen Voraussetzungen dieser Zulieferer gerecht werden, ohne dabei bestehende rechtliche Rahmenbedingungen außer Acht zu lassen? Mit diesen Fragen wird sich die europäische Initiative EPROC weiter beschäftigen.
Erfahrungen austauschen und weitergeben
Um mehr über die technischen und organisatorischen Voraussetzungen für E-Procurement-Projekte zu erfahren, führt die MFG Baden-Württemberg im Rahmen von EPROC Gespräche mit interessierten kleinen und mittelständischen Unternehmen. Besonders gefragt sind dabei Unternehmen, die bereits geschäftliche Beziehungen mit öffentlichen Einrichtungen pflegen.
Auch wenn Sie noch keine E-Procurement-Lösung einsetzen, können Sie sich einbringen und uns in einem Gespräch wertvolle Hinweise geben. Wir möchten gerne Ihre Einschätzung des Themas und gegebenenfalls Ihre bisherigen Erfahrungen mit der elektronischer Beschaffung kennen lernen. Ihre Anregungen bilden die Grundlage für einen Leitfaden, der öffentlichen Einrichtungen und mittelständischen Unternehmen Empfehlungen für erfolgreiches E-Procurement bietet.
Als mittelständisches Unternehmen profitieren Sie dabei in einem persönlichen Gespräch von den bisherigen Erfahrungen und Ergebnissen aus der EU-Initiative EPROC. Dieses Gespräch kann Ihnen helfen festzustellen, wie sich die neuen Strukturen der elektronischen Beschaffung auf Ihr Unternehmen auswirken. Erfahren Sie mehr darüber, welche neuen Anforderungen sich für Sie stellen, und welche Möglichkeiten die elektronische Beschaffung zur Erschließung neuer Kundenkreise bietet.
Über das Projekt EPROC
Die EU-Initiative EPROC untersucht die elektronische Beschaffung kommunaler Einrichtungen und die Rolle regionaler mittelständischer Unternehmen im Beschaffungsprozess. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und regionalen Zulieferern nachhaltig zu verbessern. Unser Fokus liegt dabei auf den Bedürfnissen und Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen.
EPROC wird realisiert im Rahmen des Programms der Gemeinschaftsinitiative INTERREG IIIB NWE-ENO. Es baut mit am "Haus Europa", indem es innovative und transnationale Projekte bei ihrem Start mit Mitteln aus den EFRE- Fonds für den Zeitraum 2000-2006 unterstützt. Das Programm beteiligt sich an der Finanzierung von Projekten, die sich mit der nachhaltigen Entwicklung des nordwesteuropäischen Raums befassen. Die transnationale Zusammenarbeit ist ein effizientes Mittel für lokale Akteure, die Tag für Tag am Aufbau Europas teilhaben möchten, indem sie innovative Lösungsansätze zu städte- oder regionenübergreifenden Problemen mit anderen Partnern teilen, mit denen sie mehr als nur ihre geographische Lage verbindet.
Ihr regionaler Ansprechpartner
Die MFG Baden-Württemberg ist das Kompetenzzentrum des Landes für IT und Medien und arbeitet als deutscher Projektpartner an der EU-Initiative EPROC mit. Wir führen persönliche Gespräche mit interessierten mittelständischen Unternehmen. Sprechen Sie uns an und erfahren Sie mehr darüber, welche neuen Anforderungen sich für Sie stellen und welche Möglichkeiten die elektronische Beschaffung bietet.
Gerne steht Ihnen der zuständige Projektleiter Florian Bäuml zur Verfügung (Telefon: 0711 / 90715-353, E-Mail: baeuml@mfg.de).