Über ebigo.de | Kontakt | Sitemap
ebigo.de aktiv Nachrichten / Veranstaltungen Anwendungen / Lösungen Best-Practice Service Dienstleister- Datenbank
Öffnet das Landesportal in einem neuem Fenster
  Startseite > Anwendungen / Lösungen > Unternehmensführung / Organisation > Product Lifecycle Management
Suche:
 
Zur Dienstleistersuche
8597 von 18059 Lesern profitieren von diesem Fokusthema. Finden Sie dieses Fokusthema hilfreich? ja | nein
Product Lifecycle Management

Bei der Produktabwicklung schon ans Recycling denken


Product Lifecycle Management bietet einen Überblick über den gesamten Lebenszyklus von Produkten – und hilft bei der Entwicklung Zeit und Kosten sparen.


„Wir müssen unsere Produkte schneller auf den Markt bringen“ – so lautet in fast allen deutschen Unternehmen die Devise in Zeiten von Globalisierung und Wettbewerbsdruck. Nicht nur, dass Produkte immer kürzere Entwicklungszeiten haben, sie haben auch immer kürzere Lebenszeiten. Kaum sind sie auf dem Markt, schon werden sie von der nächsten Produktgeneration abgelöst.

Der Mensch kann angesichts dieses enormen Innovationstempos längst nicht mehr allein alle Daten und Prozesse – von der Idee über die Entstehung bis hin zur Entsorgung eines Produktes – steuern, verwalten, kontrollieren und auswerten. Und viele etablierte Arbeitsprozesse in Unternehmen wirken wie Sand im Getriebe: Konstrukteure verbringen zu viel Zeit mit der Suche nach relevanten Informationen, weil die während eines Produktentwicklungsprozesses entstehenden Daten und Dokumente dezentral und unstrukturiert in hunderten von unterschiedlichen Excel-Listen verwaltet werden. Freigabe- und Änderungsabläufe finden papiergestützt statt und sind daher flexibel und langwierig. Konstrukteure und nachgelagerte Abteilungen arbeiten mit falschen, inaktuellen Daten und Dokumenten und Konstruktionsleiter kommen ins Stocken, wenn sie dem Vertrieb Auskunft über den aktuellen Stand von Entwicklungsprojekten geben müssen.

Was hier fehlt, liegt auf der Hand: Eine Oberfläche, auf der sämtliche Prozesse im Lebenszyklus eines Produktes – angefangen von der Entwicklung über Konstruktion, Prototyping und Fertigung bis hin zu Marketing Lagerhaltung und Vertrieb sowie Recycling zentral zusammengeführt und verwaltet werden kann. Dass es angesichts der vielen unterschiedlichen Anforderungen dafür keine Lösung von der Stange geben kann, ist ebenfalls logisch. Was IT-Experten unter dem Schlagwort „Product Lifecycle Management“ als Lösung der oben skizzierten Probleme promoten, ist folglich keine reine Software-Lösung, sondern eher eine komplexe IT-Strategie. Im Kern geht es darum, dass alle Daten, die bei der Produktion eines Produktes irgendwo im Unternehmen anfallen, unter einer Oberfläche zu bündeln.

Der Mittelstand wacht nur langsam auf

Während sich Großkonzerne dieses Themas schon früh angenommen haben und sich auch der marktführende Mittelstand inzwischen mit der Problematik befasst, dämmert zahlreichen kleineren mittelständischen Unternehmen erst jetzt, was auf sie zukommt. Besonders betroffen sind der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilzulieferer sowie die Elektroindustrie. Denn hier geben die Großkonzerne den Innovations- und Rationalisierungsdruck eins zu eins an ihrer kleinen und mittelständischen Zulieferer weiter. Höchste Zeit also, sich von den alten Excel-Listen zu verabschieden und über die Einführung einer Product-Lifecycle-Management-Lösung nachzudenken.

Sie basiert in der Regel auf PDM- und ERP-Systemen, die den Großteil der anfallenden und zu verwaltenden Daten und Prozesse aufnehmen, und verknüpft sie mit weiteren wichtigen Komponenten wie dem Supply Chain Management und dem Kundenbeziehungsmanagement. Das PLM wird dann durch organisatorische Festlegungen (z.B. welches System hat zu welchem Zeitpunkt die Datenhoheit, wer hat unter welchen Voraussetzungen Zugriff auf die Daten) und geeignete technische Maßnahmen realisiert. Auf technischer Seite kommen hier die Methoden und Tools des Enterprise Application Integration (EAI) zum Einsatz. So wird eine einheitliche Oberfläche für den Anwender geschaffen, von der aus er abhängig von Berechtigungen und Aufgaben Zugriff auf die in den verschiedenen Verwaltungssystemen gespeicherten Daten und Prozesse bekommt.

Eine Nummer zu groß

In Deutschland zählen vor allem IBM und EDS zu den marktführenden Lösungsanbietern im Bereich PLM. Aber auch MatrixOne und SAP sowie Baan versuchen sich auf dem Markt zu positionieren. Doch die meisten Systeme zur Verwaltung von Produktdaten und zum Versions- und Variantenmanagement wurden für Großkonzerne konzipiert. Klein- und mittelständische Unternehmen fühlen sich meist nicht in der Lage, den enormen Beratungsaufwand, der mit der Implementierung eines umfassenden Product Lifecycle Management (PLM)-Systems einhergeht, finanziell und personell zu tragen. Bescheidenere Lösungen sind jedoch meist unflexibel, fokussieren entweder auf einen bestimmten Arbeitsbereich oder lassen sich nicht auf die Unternehmensprozesse zuschneiden.

Ein zweckmäßiges PLM-System für den Mittelstand muss daher drei Bedingungen erfüllen: Es muss schnell, einfach und ohne großen Beratungsaufwand zu implementieren sein. Die Kosten müssen sich in einem für das Unternehmen angemessenen und vertretbaren Rahmen bewegen. Trotzdem soll sein Funktionsumfang alle Kernaufgaben eines PLM-Systems abbilden und die Anbindung an unternehmensinterne Prozesse gewährleisten. Zusätzlich muss sichergestellt sein, dass die Software unternehmensspezifisch modellierbar und flexibel skalierbar ist.

Hier drängen Anbieter wie Newtrust oder Cocreate auf den Markt, die kleinen und mittelständischen Unternehmen in unterschiedlichen Modulen genau das zu bieten versuchen, was sie für ihr Business wirklich brauchen. Schließlich erscheint es wenig effizient, „mit einem 16-Tonner in einer Großstadt einen Zustellservice zu organisieren“, wie Cocreate-Chef William Gascoigne es auf den Punkt bringt.

Egal für welche Lösung man sich letztlich entscheidet: Unabdingbar für den Projekterfolg ist die unmittelbare Beteiligung des Top-Managements. Denn PLM greift immens den etablierten Arbeitsalltag ein und verändert Abläufe, Arbeitsstrukturen und Hierarchien. Nur wenn der Unternehmenschef deutlich kommuniziert, dass die PLM-Einführung die Wettbewerbsfähigkeit der Firma verbessert und damit letztlich auch Arbeitsplätze sichert, werden auch seine Mitarbeiter voll und ganz hinter dem Projekt stehen (siehe Checkliste).



Zurück Zum Seitenanfang Artikel drucken Artikel versenden


Impressum | Hinweise | Datenschutz © MFG Medienentwicklung Baden-Württemberg

Überblick
Evolution der Excel-Tabelle
Hintergrund
Die Mühe lohnt sich
Hintergrund
White Paper zu PLM-Beratung
Hintergrund
White Paper zu RFID-to-PLM
Fallbeispiel
Intelligenz am Bagger(stiel)
Buchtipps
Weiterführende Literatur
Untersuchung
PLM ist Chefsache
Weblinks
Weiterführende Informationen online
Checklisten
Mitarbeiter sind entscheidend
ebigo.de-Best-Practice
Sie möchten über den Einsatz einer innovativen IT-Lösung berichten? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf!
mehr
Platzhalter-Gif
Dienstleistersuche
Hier können Sie nach E-Business- und IT-Dienstleistern in Baden-Württemberg suchen.
mehr
Platzhalter-Gif
Newsletter
Wöchentlich per E-Mail: News und Termine, kostenlos und aktuell.
Abonnieren Sie den Newsletter für:
Mittelständler
IT-Dienstleister
Platzhalter-Gif