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Produktion/Entwicklung

Kelch & Links GmbH führt Unternehmenssoftware oxaion ein


Die Kelch & Links GmbH hat die Zeit zwischen der Auftragserteilung und dem Start der Fertigung ihrer kleinen Einstellgeräte um die Hälfte verkürzt. Die Geräte produziert die bekannte Firma aus Schorndorf seit kurzem nach dem modularen Prinzip. Die Herstellung steuert und plant das Unternehmen dabei mit einem in die Unternehmenssoftware oxaion integrierten Variantengenerator.

Als Kelch Ende 2005 auf die betriebswirtschaftliche Komplettlösung oxaion umstieg, war dies Anlass für eine Generalüberholung der Geschäftsprozesse. In der alten Unternehmens-EDV hatten sich die Abläufe durch zahlreiche Modifikationen und Sonder-Programmierungen immer mehr verkompliziert. Deshalb entschied man sich für einen radikalen Schnitt. „Wir wollen die alten Zöpfe komplett abschneiden und künftig im Standard bleiben“, sagt Marcus Siegel, Kaufmännischer Leiter bei Kelch. Einer der zentralen Prozesse bei Kelch ist die Produktion von Werkzeugeinstellgeräten. Bis Anfang 2006 fertigte man diese wie im Sondermaschinenbau. Soll heißen: Jedes Gerät wurde von A bis Z durchkonstruiert und dann in bis zu sechs Fertigungsstufen hergestellt. Das Problem dabei: Der Auftragsdurchlauf, also die Zeit zwischen der Auftragserteilung und dem Start der Fertigung, war sehr lang. In Papierform und per Hauspost wanderten die Informationen vom Vertrieb und der Auftragsbearbeitung über die Konstruktionsabteilung in die Arbeitsvorbereitung, wo sie jeweils weiterverarbeitet wurden.

Infobox
Anwenderunternehmen:
Kelch & Links GmbH

Lösung:
Neue Unternehmenssoftware mit integriertem Variantengenerator und modularem Fertigungskonzept

Dienstleister:
oxaion ag
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Konstruktions-Know-how im System hinterlegt

Um diese Abläufe zu beschleunigen, standardisierte Kelch die Fertigung der Einstellgeräte. Den Anfang machten die Geräte der „Seca“-Baureihe. Neu aufgelegt ist sie jetzt modular konzipiert: Zwei Grundgeräte können je nach Kundenanforderungen mit unterschiedlichen Komponenten ausgestattet werden. Das sind beispielsweise Spindeleinsätze oder Reduzierungen, eine Kamera oder ein Projektor, unterschiedliche Möglichkeiten an Messelektronik, Drucker und weiteres Zubehör. Die Herstellung plant und steuert Kelch mit dem in oxaion integrierten Variantengenerator. Er führt sämtliche Komponenten der Baureihe auf, die sich direkt in der Software zu einem individuellen Endgerät zusammen stellen lassen. Das zugehörige Konstruktions-Know-how ist dafür in Formeln und Entscheidungstabellen hinterlegt. Der Generator „weiß“, welche Komponenten zusammen eingebaut werden können und welche nicht. Entsprechende Selektionsbeschränkungen sind hinterlegt. Unmögliche Kombinationen sind damit von vornherein ausgeschlossen. Möchte ein Mitarbeiter beispielsweise ein Grundgerät, das aus technischen Gründen nur mit einer Reduzierung funktioniert, zusätzlich mit einer Spindel ausstatten, lässt die Software das nicht zu. Umgekehrt ist eine Mindestausstattung vorgeschrieben. Besteht ein Endgerät nicht mindestens aus einem Grundgerät, einer Optik und einer elektronischen Steuerung, gibt die Software eine entsprechende Fehlermeldung ab, das Produkt lässt sich nicht generieren. „Mit dem Generator lassen sich die Geräte genauso einfach nach individuellen Wünschen zusammenstellen wie ein Auto im Internet“, so Marcus Siegel.

Integrierte Software ersetzt Hauspost

Zum Einsatz kommt das Tool bereits bei der Angebotserstellung. Stellt der Vertrieb ein Gerät nach den Anforderungen eines Kunden zusammen, errechnet der Generator anhand der hinterlegten Preise für die Einzelkomponenten und Baugruppen automatisch den Gesamtpreis. Meldet sich ein Kunde, weil er sich doch für einen anderen Spindeleinsatz entschieden hat, wählt der zuständige Kundenbetreuer diesen aus und sieht sofort, wie sich die Änderung auf den Preis auswirkt.

Im Gegensatz zu früher erfolgen heute Angebotserstellung und Konstruktion in einem Schritt und weitgehend automatisiert. Der Generator erzeugt beim virtuellen Zusammenbau Stücklisten und Arbeitspläne für die jeweiligen Endgeräte. Die Hauspost ist jetzt durch die integrierte Unternehmenssoftware ersetzt: Sobald ein Auftrag bestätigt wird, erscheint er unmittelbar als Fertigungsvorschlag für die Arbeitsvorbereitung. „Das modulare Konzept in Kombination mit dem Variantengenerator hat sich als äußerst schlagkräftig erwiesen“, sagt Marcus Siegel. „Wir konnten die Zeit für den Auftragsdurchlauf, also von der Auftragserteilung bis zum Start der Fertigung, um zwei Drittel reduzieren.“ Deshalb zieht Kelch gerade seine anderen Baureihen (Sirius, Kalimat, Kalitec) nach. Das heißt: Auch sie werden zukünftig auf modularen Aufbau umgestellt und die Fertigung künftig mit dem Variantengenerator gesteuert.

Geräte direkt beim Kunden zusammenstellen

Die Firma Kelch geht sogar noch einen Schritt weiter und produziert künftig alle Komponenten auf Lager. Das verkürzt die Lieferzeiten nochmals deutlich. Die Unternehmenssoftware löst bei Auftragsbestätigung keine Fertigungsaufträge mehr aus, sondern nur noch einen Montageauftrag. Außerdem sollen die Außendienstmitarbeiter vor Ort über eine gesicherte Internetverbindung an oxaion angebunden werden. Dann könnten sie direkt beim Kunden das gewünschte Gerät konfigurieren. Dank des integrierten Systems hat der Außendienst direkten Zugriff auf die Lagerverwaltung. Er sieht sofort, welche Komponenten bereits vorhanden sind bzw. noch montiert werden müssen und könnte so genauere Terminzusagen machen. Es ist geplant, das Endgerät direkt am Bildschirm in Form einer CAD-Zeichnung darzustellen. „Der große Effekt der neuen Unternehmenssoftware ist die Vereinfachung und Beschleunigung unserer Abläufe“, so das Fazit von Marcus Siegel. Schritt für Schritt werden jetzt die Prozesse mit oxaion optimiert.“



Über oxaion ag

Das Ettlinger Softwarehaus gehört mit seinem Produkt oxaion zu den führenden deutschen Anbietern von ERP-Komplettlösungen auf dem IBM System i. Mehr als 25 Jahre ERP-Erfahrung sind in die völlig neu entwickelte, moderne und hoch skalierbare Software eingeflossen. Mit ihrer Business Software richtet sich die oxaion ag an mittelständische Unternehmen in Industrie und Großhandel. oxaion besteht aus einem kompletten Rechnungswesen, Warenwirtschaft, PPS inklusive Variantenfertigung, Service- und Projektmanagement sowie Modulen für Dokumentenmanagement, Business Intelligence, E-Commerce, mobile Anwendung, Microsoft-Integration, Portal, IRM, SCM, QS, Zoll, Versandoptimierung und Personalwesen.





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