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Unternehmensführung / Organisation

Auftanken mit neuer IT


DOS? Insellösungen? Umständliche Datenerfassung? Mangelnde Transparenz? Begriffe wie diese kann der Mittelständler Gross aus seinem Sprachschatz streichen. Der Spezialist für den Behälter-, Anlagen- und Apparatebau hat die künftige Unternehmensentwicklung auf eine solide IT-Basis gestellt – in Rekordzeit: Binnen dreier Monate war die Implementierung der Business Software avista.ERP abgeschlossen.

Tanks und Behälter in der Größenordnung wie die Steißlinger sie produzieren, ist Anlagenbau nach Maß. Denn die Auftraggeber aus der Brau-, Getränke-, Pharma- oder Nahrungsmittelindustrie haben vielfältige Wünsche. Schließlich geht es um „Sondermaschinen“, wie Thomas Seufert, Prokurist bei der Gross Behälter- und Anlagenbau GmbH in Steißlingen, das Arbeitsfeld beschreibt: Unterschiedliche Hallengrößen für die Behälter, Tanks mit oder ohne Füße, mit Standzarge oder ohne, konischer Auslauf, liegend oder stehend installiert, Indoor oder Outdoor. Selten gleicht daher ein Tank dem anderen. „Die Losgrößen pro Kunde liegen zwischen einem und höchstens sechs Tanks“, sagt der Prokurist.

Infobox
Anwenderunternehmen:
GROSS Behälter -und Anlagenbau GmbH

Lösung:
Implementierung der Business Software avista.ERP

Dienstleister:
Avista ERP Software GmbH & Co KG
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Sondermaschinen nach Maß

Hinzu kommen strenge Sicherheitsauflagen, eine umfangreiche Dokumentation und die Kontrollen des TÜV. Und das kostet Zeit: „Zwischen Auftrag und Lieferung an den Kunden können bis zu sechs Monaten verstreichen“, sagt Thomas Seufert. Der lange Planungshorizont ist eine Herausforderung für Einkauf und Vertrieb. Denn auf den sehr „dynamischen Rohstoffmärkten für Edelstahl“ können die Preise binnen eines Monats um 5 Prozent steigen und so auf Erlöse und Erträge durchschlagen. „Einkauf und Vertrieb müssen daher über marktaktuelle Preise verfügen“, sagt der Prokurist.

Hohe Sicherheitsanforderungen

Mit der angejahrten EDV bei Gross war das nicht zu machen. DOS (Disc Operating System), das erste Betriebssystem von Microsoft, ist für viele bereits ein Fremdwort. Auf dieser Basis war Anfang der 90er Jahre die Warenwirtschaft eingeführt worden. Für Prozesse wie die Erfassung der Chargennummern und die Zeitwirtschaft der Ist- und Sollzeiten für die Arbeitsvorbereitung und Kalkulation „mussten meist viele Excel-Tabellen angelegt werden“, sagt Seufert. Weiteres Kopfzerbrechen bereiteten ihm die Insellösungen für die Finanzbuchhaltung, Materialwirtschaft, Kalkulation, Dokumentation oder die Anwesenheit der Mitarbeiter. Die Nachteile zeigten sich allenthalben: „Wir hatten dadurch oft den doppelten Aufwand“, sagt Thomas Seufert, „und eine zu geringe Transparenz.“ 

Marktaktuelle Preise

Seit dem Umstieg in Rekordzeit auf avista.ERP geht bei Gross vieles schneller und genauer. Dank aktueller Marktpreise aus dem Einkauf kann der Vertrieb Angebote besser kalkulieren. Auch die Produktion reagiert flexibler auf Wünsche der Kunden: Änderungen einer Bestellung gehen umgehend in die Stücklisten ein. Und weil der Materialverbrauch zeitnah verbucht werden kann, verfügt Gross über eine wirklich aussagekräftige Disposition und mitlaufende Kalkulation.

Elegant gelöst hat Avista auch das Problem der Chargen. Ein wichtiger Punkt: Denn der TÜV wacht über die Sicherheit der Druckbehälter. Und für die TÜV-Abnahme bedarf es eines Verzeichnisses über die Werkszeugnisse, in dem alle im Tank verbauten Materialien mit ihren Herstellerzeugnissen aufgeführt sind. Anders als im alten System ist die Chargen- und Zeugnisverwaltung sowie die nachfolgende Tankdokumentation nun mit den Fertigungsstücklisten und den Materialbuchungen verbunden – die doppelte Datenerfassung entfällt. Und zur Optimierung der Abläufe in Materialwirtschaft und Fertigung hat Gross seinen Artikelstamm gänzlich neu mit Sachmerkmalen aufgebaut – kein Problem mit avista.ERP: Jetzt sind die Stücklisten der Tanks übersichtlich in vier bis fünf Baugruppen gegliedert. Auf diese Weise kann der Mittelständler den Baufortschritt in der Fertigungssteuerung separat verfolgen und am Monatsabschluss die „Ware in Arbeit“ richtig bewerten.

Ihre Fähigkeit zur Integration unterstrichen die ERP-Experten aus Stuttgart noch in anderer Hinsicht. Obwohl avista.ERP über eine eigene Kalkulation verfügt, arbeitet Gross bei der Angebotskalkulation mit seinem bewährten, auf den Behälterbau optimierten, Konfigurations- und Kalkulationsprogramm „Consultax“. „Die funktioniert hervorragend, deshalb wollten wir sie behalten“, betont Thomas Seufert. Der Kunde ist König, folglich programmierten die Avista-Spezialisten für das Kalkulationsprogramm die nötige Schnittstelle.

Gezielter Anruf aus Stuttgart

In den nächsten Monaten liegt noch einige Arbeit vor Thomas Seufert. Denn nach der Materialwirtschaft, dem Customer Relationship Management (CRM) und der Disposition sollen in einem zweiten Schritt die Module Betriebsdatenerfassung (BDE) und Rechnungswesen implementiert werden. „Das haben wir von Anfang an so geplant“, sagt Thomas Seufert.

Rückblickend ist er froh, dass Gross avista.ERP den Zuschlag erteilt hat. Denn die Stuttgarter brachten sich in Steißlingen sehr spät ins Spiel: Gross stand kurz vor der Entscheidung für einen anderen ERP-Anbieter. „Irgendwoher hatten die was läuten hören“, meint Thomas Seufert. Heute sagt er: „Zum Glück für uns.“


Über Avista

Die 1998 gegründete Avista ERP Software GmbH & Co. KG in Stuttgart ist auf die Entwicklung von Standard Enterprise Resource Planning-Systemen für kleine und mittlere Unternehmen spezialisiert. Die hochflexible Business-Plattform setzen unter anderem DaimlerChrysler Services Fleetboard GmbH, Link GmbH Systemlieferant für den Maschinenbau, Haslauer GmbH Spa & Wellness sowie die Schweizer Unternehmen NCR, Alwo-SMA AG Maschinenbau und Kraftwerk Europe AG ein.





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