Pyramid sah sich acht VoIP-Anbieter an. Darunter war auch die Lösung eines führenden amerikanischen Softwareherstellers. Einige Hersteller schieden schon in einer frühen Runde aus. Pyramid suchte zwar eine VoIP-Anlage, wollte aber außerhalb des eigenen Unternehmens nicht via TCP/IP über das Internet telefonieren, sondern präferierte das klassische Telefonnetz. Normalerweise würden ISDN-Karten in einer VoIP-Anlage diese Aufgabe übernehmen, Pyramid jedoch wollte seine S2M-Schnittstelle mit bis zu 30 parallelen Leitungen erhalten. Das Unternehmen mit derzeit 105 VoIP-Lizenzen und einem eigenen Call-Center hat ein hohes Telefonaufkommen. Eine Primärmultiplex-Schnittstelle (S2M) konnten jedoch mehrere Anbieter nicht realisieren. Als weiteres Ausschlusskriterium erwies sich die Anbindung einer vorhandenen Anlage für Funktelefone. Sie sollte an das VoIP-System angeschlossen werden können, denn sie ist noch jung und erfüllt pflichtbewusst ihren Dienst. Pyramid nutzt insgesamt 26 DECT-Telefone in der Produktion, im Lager und in der Technik.
Mehrere Hersteller schieden aus
Ein Update einer schon im Unternehmen bestehenden VoIP-Lösung eines schweizerischen Herstellers schied aus dem Rennen, weil Pyramid neben neuer Hardware auch neue Lizenzen und die Serversoftware hätte kaufen müssen und die Folgekosten zu hoch ausgefallen wären. An Open-Source-Lösungen fanden die Badener keinen Gefallen, weil der Aufwand für die Implementierung zu groß geworden wäre und man auch die längerfristige Support-Perspektive vermisste. „STARF ACE war die einzige Lösung, die unsere Anforderungen erfüllen konnte“, begründet Benedikt Fischer. An dem Produkt gefielen den Freiburgern außerdem die Übersichtlichkeit und der Funktionsumfang.
Anbindungen schnell realisiert
Pyramid Computer entschied sich, STARFACE auf eigener Hardware im eigenen Serverraum zu betreiben und die Implementierung selbst in die Hand zu nehmen. Zum einen, weil man Kosten sparen wollte, „zum anderen, weil das Wissen dafür im Unternehmen vorhanden ist“, erklärt Friedrich Hansen. Trotzdem dauerte die Einführung länger als geplant – „Feinarbeit war gefragt“, berichtet Benedikt Fischer. Die Anbindung der vorhandenen Anlage für Funktelefone verlief reibungslos – es galt lediglich, ein Kabel zu konfektionieren. Auch die S2M-Anbindung war schnell realisiert.
Wahlfreiheit bei Endgeräten
In Sachen Telefon-Hardware gefiel Pyramid die große Wahlfreiheit bei STARFACE. Als Telefone wurden bei voipango.de 60 Geräte des Typs „snom 320 SIP“ eingekauft, zusätzlich zu 26 Funktelefonen beschaffte das Unternehmen Headsets von GN Netcom. Die Bedienung der neuen Geräte allerdings, die musste bei Pyramid erst gelernt werden. Die Telefone haben Funktionen, die einige Mitarbeiter nicht kannten, denn nicht alle Telefone der alten Anlagen hatten etwa Anrufbeantworter oder Rufumleitungs-Funktionen. Die IT-Abteilung hatte aber vorgesorgt: Benedikt Fischer und seine Kollegen produzierten lange vor der Umstellung schriftliche Schulungsunterlagen.