- Fachbeitrag von Leo Decker -
Virtualisierung liegt im Trend
Virtualisierung ist einer der großen IT-Trends. In den nächsten Jahren wird ihm vor allem im Server-Bereich überragende Bedeutung vorhergesagt. Schon heute sind Virtualisierungstechniken weit verbreitet. Die Vorteile klingen viel versprechend: besserer Auslastung von Server-Ressourcen, dadurch weniger Ressourcenbedarf, geringere Hardware- und Infrastrukturkosten (Stellplatz, Klimatisierung, Energie), außerdem eine flexiblere und somit kostengünstigere IT-Landschaft, die sich hardware- und softwareseitig schneller und kostengünstiger an sich ändernde Geschäftsprozesse anpassen lässt.
Wie funktioniert Virtualisierung?
Virtualisierung bedeutet, dass die physische Hardware vom Betriebssystem und den darauf laufenden Anwendungen entkoppelt wird, indem eine abstrakte Ebene dazwischen geschaltet wird. Unter dieser können dann mehrere „virtuelle Maschinen“ (VMs) laufen, von denen jede virtuell über einen Hardware-Satz mit Hauptprozessor, Arbeitsspeicher usw. verfügt, auf den das Betriebssystem und die Anwendungen geladen werden. Virtuelle Maschinen sind letztlich nichts anderes als (große) Dateien. Komplettsysteme, d.h. voll konfigurierte virtuelle Hardware samt Betriebssystem und Anwendungen, können daher sehr leicht und schnell gespeichert, kopiert und bereitgestellt werden. Binnen Sekunden können sie von einem physischen Server oder Server-Cluster auf einen anderen verschoben werden, was im Zuge einer automatischen Auslastungskonsolidierung auch automatisch geschehen kann.
Die Virtualisierung von Systemen bringt neben technischen und betriebswirtschaftlichen auch einige rechtliche Fragen mit sich, die bei der Entscheidung für oder gegen den Einsatz von Virtualisierungstechniken zu berücksichtigen sind. Vor allem das Bestehen ausreichender Software-Nutzungsrechte ebenso wie die Pflege und der Herstellersupport müssen für die virtualisierte Software sichergestellt werden.