"Green-IT", also der umwelt- und ressourcenschonende Einsatz von IT, hat im Mittelstand bereits Spuren hinterlassen und das Bewusstsein für Energie-Effizienz und Umweltfragen geschärft. Wie die aktuelle Studie „E-Business im Mittelstand“ von IBM von August 2008 zeigt, halten 55 Prozent der Befragten die Schadstoffbelastung und 53 Prozent die Energie-Bilanz für ein wichtiges beziehungsweise sehr wichtiges Kriterium bei der Kaufentscheidung. 47 Prozent der Firmenchefs sorgen sich um die CO2-Emissionen, die ihre IT indirekt verursacht.
Doch oft bleibt es bei den theoretischen Überlegungen, wie der Speichernetzspezialist Brocade in einer eigenen Studie ermittelte. So stufen 40 Prozent aller befragten Unternehmen in Europa den eigenen Betrieb im Sinne von „Green“ als nicht besonders gut oder sogar schlecht ein. Immerhin: Deutsche Unternehmen liegen im Europavergleich in Sachen Umweltbewusstsein im Spitzenfeld. Trotzdem denkt auch hierzulande weniger als ein Fünftel aktiv an die Anschaffung umweltfreundlicher IT-Produkte. Die steigenden Kosten für Strom oder Unterhalt des Rechenzentrums stellen indes für viele IT-Verantwortliche trotzdem ein Problem dar, wie die Brocade-Studie weiter zeigt: 60 Prozent der befragten Betreiber sind der Meinung, dass die Ausgaben für Energie zu hoch sind. "Aus unserer Sicht ist es erstaunlich, dass sich Menschen Sorgen um Energie machen und keinen entscheidenden Schritt unternehmen, effizientere und umweltfreundlichere Produkte zu kaufen. Das wäre einer der einfachsten Schritte, mit denen Unternehmen nicht nur die Umweltbelastung, sondern auch die Kosten senken könnten", so Ulrich Plechschmidt, Brocade Vice President im EMEA-Raum.
Zu den bekanntesten Green-IT-Anbietern, so ermittelte die Experton Group, zählen im deutschen Mittelstand Hewlett-Packard und IBM. Rund ein Viertel der Befragten antwortete auf die Frage, welche Hersteller energieeffizienter IT-Produkte sie kennen, Dell und Cisco, jeder Fünfte Fujitsu Siemens.